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ESRB Empfehlung
Emp­feh­lung des ES­RB für die Ein­rich­tung ei­nes eu­ro­pa­wei­ten Rah­men­werks für die Ko­or­di­nie­rung sys­te­mi­scher Cy­ber­vor­fäl­le (EU-SCICF)

Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) hat eine Empfehlung für die Einrichtung eines europaweiten Rahmenwerks für die Koordinierung systemischer Cybervorfälle (EU-SCICF) veröffentlicht. Der Finanzsektor ist auf belastbare Informations- und Kommunikationstechnologiesysteme und in hohem Maße auf die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der von ihm verwendeten Daten und Systeme angewiesen. Größere Cybervorfälle haben das Potenzial, Informationen zu verfälschen und das Vertrauen in das Finanzsystem zu zerstören, und können daher ein systemisches Risiko darstellen. Dies erfordert ein hohes Maß an Bereitschaft und Koordination zwischen den Finanzbehörden, um effektiv auf solche schwerwiegenden Cybervorfälle reagieren zu können. Ein europaweites Rahmenwerk für die Koordinierung systemischer Cybervorfälle (EU-SCICF) ziele darauf ab, diese Koordinierung zwischen den Finanzbehörden in der Europäischen Union sowie mit anderen Behörden in der Union und Schlüsselakteuren auf internationaler Ebene zu stärken. Sie würde die bestehenden EU-Rahmenwerken zur Reaktion auf Cybervorfälle ergänzen, indem sie die Risiken für die Finanzstabilität angeht, die sich aus Cybervorfällen ergeben.

Der begleitende ESRB-Bericht „Mitigating systemic cyber risk“ erläutert ausführlich, wie der EU-SCICF eine wirksame Reaktion auf einen größeren Cyber-Vorfall erleichtern würde. Aufbauend auf dem 2020 veröffentlichten ESRB-Bericht "Systemisches Cyberrisiko" bewertet der Bericht auch die Fähigkeit des aktuellen makroprudenziellen Rahmenwerks, die Risiken und Verwundbarkeiten zu adressieren, die sich aus systemischen Cyberrisiken ergeben. Er kommt zu dem Schluss, dass das makroprudenzielle Mandat und die Instrumentarien der Finanzbehörden um die Cyber-Resilienz erweitert werden müssen.